ZIP-Archive mit .NET-Sprachen öffnen und erzeugen

Wer den Funktionsumfang des .NET-Framworks kennt, vermutet nicht, dass ihm grundlegende Funktionen für die Komprimierung fehlen. So kann man beispielsweise auf den Inhalt von ZIP-Archiven nicht zugreifen und auch nicht eigene anlegen.

Aber gottseidank gibt es auch für .NET immer mehr Unterstützung aus der Open Source-Bewegung: Das Projekt “ziplib” gehört zum freien Editor SharpDevelop (http://www.icsharpcode.com). Die darin enthaltenen Funktionen unterstützen die Packer-Formate ZIP, GZIP, Tar und BZip2 und sind ohne Abstützung auf andere Bibliotheken rein in C# programmiert. Die Lizenz erlaubt die freie Verwendung in kommerziellen Produkten.

Sehr angenehm an den gebotenen Funktionen ist die Unterstützung von Streams, sowohl für die Dateneingabe , wie für die -ausgabe. In einem konkreten Projekt galt es zum Beispiel, eine bestehende ASP-Anwendung in ASP.NET umzuwandeln. Diese Kundenapplikation führt eine Abfrage in einer SQL-Datenbank durch, wandelte die Daten in ein XML- oder CSV-Format um, packte sie in ein ZIP-File ein und verschickt das dann an den jeweiligen Kunden per E-Mail. Dazu müssen sowohl die CSV-Daten, als auch das ZIP-File lokal im Filesystem angelegt werden, damit die beteiligten Komponenten sie weiterverarbeiten konnten. Das ist umständlich, weil nach jeder Aktion die temporären Daten gelöscht werden müssen. Mit dem Umstieg auf ASP.NET kann nun die Speicherung der Zwischenstadien entfallen: Der Stream, den der eine Teilprozess erzeugt, kann einfach dem nächsten als Input vorgesetzt werden.

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