Ruby on Rails im Überblick

Ruby und das Web-Framwork Ruby on Rails sind für einen Einsteiger Bücher mit sieben Siegeln. Wer von PHP kommt, braucht einige Umgewöhnung.

Dass es sich aber lohnt, mit Ruby on Rails anzufangen zeigt ein Video. Hier können Sie dabei zusehen, wie mit wenigen Handgriffen und wenigen Zeilen Code ein kleines Weblog entsteht.

Demo-Video Rails

Klar, bei einem Video schaut alles besonders einfach aus – und später beim echten Einstieg wird’s schon nochmal schwierig. Aber der Film zeigt doch, wie gut es sich mit Rails arbeiten lässt und dass der Umstieg lohnen kann.

Video: Weblog mit Ruby on Rails.

Ruby on Rails schnell installieren

Ruby on rails-Logo

Wer das Framework “Ruby on rails” ausprobieren möchte, muss einen größeren Installationsaufwand einkalkulieren: MySQL, ein Webserver, Ruby und die Rail-Erweiterung müssen dazu verfügbar sein.

Für Windows gibt es mit “Instant Rails” (instantrails.rubyforge.org) einen Komplettinstaller für alle Komponenten.

Versionen für MacOS X und Linux sollen folgen.

Ruby on Rails auf dem Mac installieren

Während sich Windows-User über Instant-Rails und eine wirklich einfache Rails-Installation freuen können, müssen Mac-Nutzer einen etwas umständlicheren Weg gehen, um Rails auf ihrem System zum Laufen zu kriegen.

Dieses Tutorial beschreibt die Installation von Rails auf dem Mac.

Praktisch: Der Autor zeigt auch gleich noch, wie Sie Subversion auf Ihrem Mac zum Laufen kriegen.

Nehmen Sie sich aber ein bisschen Zeit dafür 🙂

Web-Programmierung: Einführung in Ruby

Jeder Programmierer schaut gerne über den Tellerrand. Die Sprache Ruby ist beispielsweise ein interessanter Kandidat dafür. Wie PHP handelt es sich dabei um eine interpretierte und locker typisierte Sprache. Sie ist aber viel konsequenter objektorientiert als PHP. So gibt es hier keine primitiven Datentypen, sondern alles dreht sich um Objekte. So hat jede ausgeschriebene Zahl Methoden, wie to_s um sie in einen String zu verwandeln. Folgende Zeile ist also gültiger Ruby-Code

wert = 10.to_s

Mit seiner strengen Objektorientierung eignet sich Ruby weniger für schnell hingeworfene Skripte – bei größeren Applikationen zwingt es einen aber zu besser strukturiertem Code.

Noch interessanter wird die Sprache im Zusammenspiel mit dem Framework “Ruby on Rails” oder kurz “Rails” Es vereinfacht die Entwicklung Datenbank-basierter Web-Anwendungen stark und verbessert die eigene Produktivität. Dabei werden alle bekannten Datenbanken wie Oracle, MySQL, Postgres, SQLite oder MS SQL unterstüzt. Rails löst typische Probleme, die man als PHP-Programmierer hat, wenn es um Datenbanken geht. So enthält das Framework Generatoren für Datenbank-gestützte Formulare. Man muss sich nicht jede neue Eingabemaske aus elementaren HTML-Feldern zusammenschneidern, sondern überlässt diese Aufgabe dem Generator.

Mehr Infos finden Sie auf der englischen Site des Projekts www.rubyonrails.org, Damit Sie einen kleinen Eindruck von Ruby bekommen, hier ein Mini-Programm, das in einer Schleife alle Zeilen einer Textdatei einliest, und mit vorangestellter Zeilennummern auf der Konsole ausgibt.

open("beispiel.txt") { |datei|

 zeilennr=1

 datei.each { |zeile|

  ausgabe = zeilennr.to_s

  ausgabe << zeile

  puts ausgabe

  zeilennr += 1

 }

}

Die Installation von Ruby ist einfach. Unter Suse Linux genügt der Befehl

yast -i ruby 

Für Windows gibt es unter http://rubyinstaller.sourceforge.net ein bequemes Setup-Programm das Ruby auf den PC bringt.

Obiges Mini-Programm bringen Sie dann zum Laufen, in dem Sie es zum Beispiel als readfile.rb abspeichern, auf der die Kommandozeile wechseln, in das Speicherverzeichnis wechseln und eintippen:

ruby readfile.rb 

Unter Windows wird der Interpreter von Ruby nicht automatisch in den Suchpfad aufgenommen. Sie müssen darum das Verzeichnis von Ruby mit angeben. Etwa so

c:rubybinruby readfile.rb

Referenzen und Tutorials über Ruby on Rails

Zu Ruby on Rails gibt es eine ganze Menge guter Tutorials und Referenzen im Netz. Hier eine Liste:

Kommentar: Ruby on Rails installieren

Um mal was Neues auszuprobieren und eine möglicherweise wichtige Entwicklung nicht zu verpassen, habe ich mir Ruby on Rails angetan, angestachelt von den Lobeshymnen, die derzeit das Web überschwemmen.

Mit minimalen Ruby-Kenntnissen aber einem guten Gefühl für Datenbanken gewappnet, begann ich mit dem Tutorial auf Onlamp.com.

Nach rund einer halben Stunde habe ich das Tutorial durch. Viel Durchblick hat es mir zwar nicht gebracht aber immerhin Erkenntnisse darüber, wie grundlegend anders die Arbeit mit Datenbanken aussieht.

Von PHP bin ich es gewohnt, die Zugriffe auf die Datensätze einer SQL-Tabelle von Grund auf selbst schreiben zu müssen, genauso wie das Userinterface mit den Masken für Neuaufnahme, Ändern und Listenansicht von Datensätzen.

Bei Rails ist es erst einmal so, dass das Framework das alles erledigt. Es untersucht die Struktur der vorhandenen Tabellen, exponiert deren Felder als Eigenschaften von Datenzugriffsobjekten und baut daraus fertige Formulare für die Dateneingabe und -anzeige.

Klar sieht das recht schlicht aus, aber mit einer Art Template-System kann dieses Grundgerüst ganz einfach erweitert werden.

Ich bin über diese Funktionalität ganz schön beeindruckt. Als nächstes sollte ich mir mal eine interessante Programmieraufgabe stellen und zusehen, sie in Rails gelöst zu bekommen. Oder doch noch weitere Tutorials durchackern? Vielleicht wäre das besser. Mal sehen.

Eine prinzipielle Sorge beschäftigt mich allerdings: In PHP traue ich mir zu, jede Aufgabe irgendwie hinzubekommen, weil ich es eine einfach zu durchschauende aber mächtige Programmiersprache ist. Rails könnte auch langfristig eine Blackbox für mich bleiben, die zwar auf Knopfdruck wundersame Dinge bewirkt, deren innere Mechanik mir aber verschlossen bleibt. Was mache ich, wenn ich ein Problem lösen will, aber nicht weiß, wie der richtige Ansatz dafür aussieht. Google steh mir bei!

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