Test: PHP-Entwicklungsumgebung Zend 5 kurz getestet

Das “Zend Development Environment” für PHP bietet alle Leistungsmerkmale einer Entwicklungsumgebung: Automatische Code-Ergänzung, Projektverwaltung, Versionsverwaltung sowie Browser für Klassen und Funktionen. In der neuen Version 5 setzen die Entwickler hauptsächlich auf mehr Komfort.

Die Neuerungen von Zend 5 sind erst auf den zweiten Blick zu sehen. So verbirgt sich hinter dem Editor-Fenster jetzt ein zusätzliches Browser-Fenster. Das ersetzt den bisher nötigen Aufruf eines externen Browsers, um das Resultat der eigenen Programmierung anzusehen.

Auch die Informationen der Sprachreferenz erscheinen jetzt in diesem Fenster. Das gute alte Debug-Fenster rechts neben dem Editor bleibt dennoch weiterhin erhalten.

Der Editor selbst ist komfortabler geworden: Strg-Taste und Mausrad ändern die angezeigte Schriftgröße im Editor. Code-Folding sorgt für mehr Überblick. Das Zusammenklappen von Code-Teilen arbeitet zuverlässig im PHP-Quelltext, blendet auf Wunsch Klassen, Funktionen und Kommentare aus. Auch HTML-Blocks faltet der Editor. Allerdings achtet er dabei nicht auf die HTML-Struktur, sondern nimmt den kompletten HTML-Block bis zur nächsten PHP-Anweisung. Das ist anfangs ungewohnt, aber sinnvoll, da so nicht versehentlich PHP-Code in einem Stück gefaltetem HTML verschwindet.

Mehr Komfort gibt es auch beim Schreiben von HTML-Code. Tags werden gleich paarweise geschrieben. Sprich: Nach Eingabe von <h1> erscheint gleich das zugehörige </h1>. Anführungszeichen ergänzt die IDE ebenfalls automatisch. Im Test verhielt sich diese automatische Ergänzung intelligent: Bei der Eingabe einer Zeile wie

echo “Hallo “Welt””;

kam die Autoergänzung einwandfrei mit den Anführungszeichen nach den Backslashes zurecht. Ebenfalls praktisch ist das automatische Entfernen von Leerzeichen hinter PHP- und HTML-Anweisungen.

Auch im Großen gibt es ein paar Neuerungen: Zend 5 arbeitet in der Versionenverwaltung nicht nur mit CVS sondern auch mit der Open Source Versionskontrolle “Subversion”. Außerdem hilft ein WDSL-Assistent beim Exponieren von Klassen und Funktionen als Webservice.

Preis: 299 Dollar (Professional Edition), 99 Dollar

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