OOP: Grundlagen objektorientierte Programmierung

Die objektorientierte Programmierung wird von manchen Programmierern fast zu einer eigenen Kunstform erhoben. Dabei steckt dahinter im Prinzip nur eine andere Sichtweise auf Programme.

Das wirklich Neue an OOP ist die Bündelung von Daten und Algorithmen zu Einheiten, den so genannten Klassen. Die Funktionen einer Klasse – zur besseren Unterscheidbarkeit gegenüber der klassischen Programmierung nennt man die Funktionen dann Methoden – kümmern sich um die korrekte Behandlung der Daten, die sie in sich tragen. Als Nutzer der Klassen kann man sich also darauf konzentrieren, mit ihnen zu arbeiten.

Für die Wiederverwendbarkeit von Code ist das Konzept der Klassen ideal. Denn alles, was ihr Nutzer für den erfolgreichen Einsatz wissen muss, sind die Wirkung und das Verhalten ihrer Methoden und der nach außen hin sichtbar gemachten Variablen. Wie eine Klasse eine bestimmte Wirkung erzielt, kann demjenigen, der sie verwendet, völlig egal sein. Wichtig ist lediglich, dass man ihre “Gebrauchsanleitung” einhält, sie also mit den richtigen Daten füttert und ihre Methoden so verwendet, wie vorgesehen.

Bei richtiger Auslegung einer Klasse sind ihre Kontaktstellen zur Außenwelt nur auf das Nötigste beschränkt. Man sieht also nur das, was wichtig ist, und wird nicht durch Details verwirrt, die nur klassenintern von Interesse sind. Dazu kommt noch der Vorteil, dass sich eine Klasse fast immer leicht gegen eine neuere Version mit verbesserter Programmierung austauschen lässt – vorausgesetzt, ihr Verhalten ist gleich geblieben. Das ist so, als wenn Sie in Ihr Auto bei der nächsten Inspektion mal eben einen neuen Motor einbauen lassen könnten, der weniger verbraucht oder mehr Leistung hat.

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