ASP.NET 2.0: Werte für die Konfiguration einer Anwendung speichern

Jede Anwendung hat bestimmte Vorgaben, die man nicht hart codieren sollte, weil das die spätere Änderung kompliziert. Stattdessen packt man alle diese Konstanten in eine einzige Datei, um sie dort bequem ändern zu können. Früher hat man dazu die INI_Dateien eingesetzt.

Bei ASP.NET ist der beste Ort die bereits existierende Datei web.config, die im Root-Verzeichnis einer Applikation zu finden ist. In dieser XML-Datei stecken schon einige Voreinstellungen drin – etwa das Verhalten bei aufgetretenen Fehlern.

Eigene Werte legen Sie am besten im Zweig <appSettings> ab. Möchten Sie beispielsweise einen FTP-Pfad zum Zugriff auf externe Daten definieren, könnten Sie dort schreiben:

<appSettings>

<add key=”FtpUrl” value=”ftp://anonymous:xy@my.server.de”/>

</appSettings>

In Ihrem C#-Programm lesen Sie dann den Wert des Schlüssels “FtpUrl” so aus:

string sFtpUrl = ConfigurationManager.AppSettings[“FtpUrl”].ToString();

Damit die Klasse ConfigurationManager verfügbar ist, müssen Sie in den Kopfteil Ihres Programms schreiben:

using System.Configuration;

Diese Daten können dann allerdings von jedem eingesehen werden, der Zugriff auf die Datei web.config hat. Für sicherheitskritische Dinge gibt es eine Alternative, bei der die Informationen verschlüsselt in der Registry gespeichert werden.

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