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Web-Programmierung: Einführung in Ruby

Jeder Programmierer schaut gerne über den Tellerrand. Die Sprache Ruby ist beispielsweise ein interessanter Kandidat dafür. Wie PHP handelt es sich dabei um eine interpretierte und locker typisierte Sprache. Sie ist aber viel konsequenter objektorientiert als PHP. So gibt es hier keine primitiven Datentypen, sondern alles dreht sich um Objekte. So hat jede ausgeschriebene Zahl Methoden, wie to_s um sie in einen String zu verwandeln. Folgende Zeile ist also gültiger Ruby-Code

wert = 10.to_s

Mit seiner strengen Objektorientierung eignet sich Ruby weniger für schnell hingeworfene Skripte - bei größeren Applikationen zwingt es einen aber zu besser strukturiertem Code.

Noch interessanter wird die Sprache im Zusammenspiel mit dem Framework "Ruby on Rails" oder kurz "Rails" Es vereinfacht die Entwicklung Datenbank-basierter Web-Anwendungen stark und verbessert die eigene Produktivität. Dabei werden alle bekannten Datenbanken wie Oracle, MySQL, Postgres, SQLite oder MS SQL unterstüzt. Rails löst typische Probleme, die man als PHP-Programmierer hat, wenn es um Datenbanken geht. So enthält das Framework Generatoren für Datenbank-gestützte Formulare. Man muss sich nicht jede neue Eingabemaske aus elementaren HTML-Feldern zusammenschneidern, sondern überlässt diese Aufgabe dem Generator.

Mehr Infos finden Sie auf der englischen Site des Projekts www.rubyonrails.org, Damit Sie einen kleinen Eindruck von Ruby bekommen, hier ein Mini-Programm, das in einer Schleife alle Zeilen einer Textdatei einliest, und mit vorangestellter Zeilennummern auf der Konsole ausgibt.

open("beispiel.txt") { |datei|

 zeilennr=1

 datei.each { |zeile|

  ausgabe = zeilennr.to_s

  ausgabe << zeile

  puts ausgabe

  zeilennr += 1

 }

}

Die Installation von Ruby ist einfach. Unter Suse Linux genügt der Befehl

yast -i ruby

Für Windows gibt es unter http://rubyinstaller.sourceforge.net ein bequemes Setup-Programm das Ruby auf den PC bringt.

Obiges Mini-Programm bringen Sie dann zum Laufen, in dem Sie es zum Beispiel als readfile.rb abspeichern, auf der die Kommandozeile wechseln, in das Speicherverzeichnis wechseln und eintippen:

ruby readfile.rb

Unter Windows wird der Interpreter von Ruby nicht automatisch in den Suchpfad aufgenommen. Sie müssen darum das Verzeichnis von Ruby mit angeben. Etwa so

c:\ruby\bin\ruby readfile.rb

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